Baselland

 

Im Schneegestöber haben wir noch gute Felder gefunden, auf denen sich die Schafe sattfressen konnten. Da die Wetteraussichten wirklich schneereich waren zogen wir mit der Herde in Dorfnähe. So war auch die Zufahrt zu den Pferchen gewährleistet. Ja, in den letzten Tagen gab es prekäre Manöver mit dem Auto. Einmal mussten wir die Netze mit dem Quad holen.  Zum Glück habe ich sehr großartigen Support vom Betrieb. Allein wäre es mir im Moment unmöglich, die Schafe angemessen zu betreuen.

 

Am Dorfrand konnten wir noch zwei Tage weiden. Da es noch mehr Schnee gab zogen wir weiter in eine grosse Fläche am Hang. Für die Schafe ist es einfacher, in Hanglage zu fressen, da der Schnee dort nicht gleich fest ist. Es waren anstrengende Tage! Am Morgen die bange Frage: Stehen die Netze noch oder liegt alles am Boden? Kommt noch Wind auf? Mit der Schneemenge konnten wir auch nicht irgendwo unter die Bäume oder an den Waldrand. Obstbäume waren da sehr willkommen. Zum Hüten war es mühsam, weil nicht alle Schafe fressen wollten. Auch die Hunde konnten nicht viel ausrichten. Die Schafe folgten meiner Spur und ich zeigte ihnen das Futter unter dem Schnee. Die ersten begannen zu scharren und zu fressen, andere bleiben lieber stehen und warteten. Schafe überleben ohne Problem im Schnee. Kälte macht Ihnen nichts aus, aber es gibt keine Tageszunahme bei den Lämmern.

 

Am Samstag vor dem erneuten Schneefall haben wir den Schafen Heu gebracht. Freudig frassen sie das geschenkte Futter. Am Sonntagnachmittag haben wir Ihnen noch mehr Heuballen gebracht, damit sie sich sattfressen konnten.

 

Heute Morgen waren alle in Gruppen auf dem restlichen Heu am Schlafen.  Obwohl ich Schnee liebe und es wunderschön ist, sehne ich mich jetzt nach dem Frühling. Zum Weiterziehen…