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Wie die Zeit vergeht

 

Nur wenige Centimeter Schnee liegen auf Wiesen und Bäumen. Es ist märchenhaft für das Auge, die Luft ist bitterkalt. Schon am Morgen beim Aufstehen merke ich die kalte Luft im Wohnwagen. Die Nacht unter der Decke mit Schafwollfellen und warmen Kleidern war sehr angenehm. Nur das Aufstehen und Ankleiden ist brrr...

 

Kleine Kristalle glänzen auf der Wolle der Schafe. Es knirscht bei jedem Schritt, wenn wir über die Felder ziehen. Für die nächsten Tage habe ich wunderbare Futterplätze. Trotz eisiger Kälte ist es schön. Es ist ruhiger, da die meisten Menschen zu Hause bleiben. Den wenigen Schnee scharren die Schafe weg und fressen das gute Gras. Eine liebe Bauernfamilie versorgt mich mit Kaffee und Gebäck. Wie ich das geniesse…

 

Jetzt ist die Erde wieder weich und matschig. Die Tiere und ich sind am Abend bis hinter die Ohren voll Erde. Sie klebt überall, die Schafe haben Klumpen an den Klauen und die Hunde Lehmfinken.

 

Die Sonne bringt das Gefühl von Frühling. Überall zwitschern die Vögel und es riecht nach Erde und Gras. Die Schafe sind lebendig und spielen miteinander. Das saftige Grün und das zaghafte Wachstum vom Gras macht sie zufrieden und satt.

 

In drei Wochen ist die Wanderherdezeit vorbei. Bis dahin geniesse ich die Zeit mit Schafen und Hunden.